Kompensation von Klangcharakteristiken (2001)
Das Ziel aller Bemühungen beim Aufbau einer (audiophilen) Musikwiedergabeanlage sollte letztendlich immer eine ausgewogene und neutrale Wiedergabe sein, die allen Arten von Musik gleichermaßen gerecht wird. Dazu ist unabdinglich die Neutralität aller beteiligten Komponenten erforderlich, damit dem zu übertragendem Musiksignal nichts hinzugefügt oder entfernt wird.
Dies ist allerdings ein Ideal bzw. sogar Wunschtraum, an dem überall auf der Welt noch fleißig gearbeitet wird. Es gibt keine neutralen Komponenten.
Jedes beteiligte Gerät verändert auf eine eigene, ganz spezielle, Art und Weise das Musiksignal.
Die Kunst beim Aufbau einer Musikwiedergabeanlage ist es nun, solche Komponenten zu kombinieren, die sich in ihren Klangeigenschaften einigermaßen ergänzen und so ein homogenes und ausgewogenes Ganzes bilden. Vermutlich ist es nur ganz wenigen Menschen vergönnt, solch eine Kette ihr Eigen zu nennen. Dies ist allerdings keine Preisfrage, wie oft vermutet wird, sondern mehr eine Frage der Hörerfahrung, sowie der Kenntnis um das komplexe Zusammenspiel der beteiligten Komponenten.
Es sei auch nicht verschwiegen, daß eine echte Kompensation von unterschiedlichen Klangeigenschaften nicht wirklich möglich ist.
Ist das Audiosignal einmal durch eine Komponente z.B. bandbegrenzt, verklirrt oder in der Homogenität beeinträchtigt worden, so gibt es keine Möglichkeit, diesen Zustand wieder rückgängig zu machen. Man kann nur den resultierenden subjektiven klanglichen Auswirkungen durch Auswahl entsprechender Komponenten etwas entgegenwirken.
Zum Hauptproblem wird allerdings das Kennen und besonders das Erkennen von einzelnen Klangeinflüssen individueller Geräte, da diese ja auch von den anderen beteiligten Komponenten mitgeprägt werden und daher kaum voneinander zu trennen sind. Mathematisch gesehen ist dies eine Gleichung mit sehr vielen Unbekannten.
Zunächst sollte man, will man zu einem Ergebnis kommen, die Zahl der Unbekannten verringern. Als erste Maßnahme müssen daher die Bereiche optimiert werden, die mit dem Audiosignal auf der elektrischen Ebene direkt nicht selbst in Verbindung kommen,
nämlich Raumakustik und Stromversorgung.
Beide Bereiche beeinflussen den Klang unabhängig von den anderen beteiligten Komponenten.
In den vermutlich meisten Fällen in der Praxis werden allerdings auch diese Klangeinflüsse mangels besseres Wissen "auskompensiert", d.h. eine schlecht bedämpfte Raumresonanz wird durch Wahl eines "schlanken" Lautsprechers kompensiert, während hochtonlästige Netzstörungen durch Wahl eines "musikalischen" oder "runderen" (sprich: mit etwas bedecktem Hochtonbereich) Verstärkers, Kabels oder sonstiger Komponente ausgeglichen wird.
Das Problem hierbei ist, daß diese Kompensationen (ähnlich wie bei Einsatz von Equalizern und digitalen Raumprozessoren) immer auf Kosten der Audiosignalauthentizität gehen.
Man wird sicherlich eine gewisse Homogenität erzielen können, aber nicht auf dem höchstmöglichen, sondern nur auf einem sehr viel niedrigerem Level. Auch und gerade hier gilt das Wort vom schwächsten Glied in der Kette, das das Gesamtniveau bestimmt.
Will man dies im audiophilen Sinne vermeiden, so müssen die Probleme bei den Ursachen angepackt werden:
-
Optimierung der Hörraumakustik
-
Optimierung der Stromversorgung
Erst wenn diese beiden Punkte erledigt sind, kann man daran gehen und den Rest bzw. Hauptteil der Musikwiedergabeanlage betrachten. Sind die beiden ersteren Punkte nicht erledigt, wird man immer wieder zu Fehlurteilen und damit u.U. sehr teuren Fehlkäufen bei den restlichen Komponenten gelangen.
Kompensation ist sicherlich wichtig und notwendig, sollte aber im Idealfall und im Sinne der High Fidelity auf das absolut nötige Mindestmaß beschränkt bleiben. Zum Glück sind, wenn Hörraum, Stromversorgung, Standort und Beschaffenheit des Geräteracks sowie der Standort der Lautsprecherboxen im Raum wirklich optimiert worden sind, selbst bei verhältnismäßig preiswerten Geräten kaum noch großartige Kompensationsbemühungen nötig.
Ein paar praktische Beispiele:
1. Netzstörungen wirken sich u.a. in einer Veränderung des Hochtonbereichs in Richtung hart und lästig aus.
Eine gut abgestimmte Kette, bei der diese Eigenschaft durch Wahl geeigneter Komponenten auskompensiert wurde, wird bei Wegfall der Netzstörungen (z.B. durch Einsatz von Absorptionskabel TMR NK2 oder Netzfilter) in dieser Hinsicht "überkompensiert" klingen, d.h. die Wiedergabe wird hochtonschwächer, ruhiger, vielleicht deswegen langweiliger und anscheinend weniger impulstreu und "undynamischer". Auch das subjektive "Timing" wird sich verändern. Diese beobachteten Klangveränderungen werden nun gelegentlich fälschlichweise primär dem Einsatz der Netzentstörungsmaßnahmen zugeschrieben, sind aber nur Ausdruck einer Überkompensation.
Man kann daher auch keine Kette "überfiltern", wie mancherorts zu hören ist, sondern diese Klangeffekte kennzeichnen nur den Grad der Audiosignalveränderung, der bei der individuellen Gerätekonstruktion auf Herstellerseite oder aber der Anlagenzusammenstellung auf Endverbraucherseite zur Kompensation der Einflüsse von Netzstörungen angewandt wurde.
Zusätzlich wäre hierzu noch zu bemerken, daß aus der Psychoakustik bekannt ist, daß sich ein erhöhter Klirranteil im Audiosignal u.a. als subjektive Lautstärkeerhöhung und erhöhte Durchsichtigkeit auswirkt. Dieser Effekt wird leider heute oft im Studiobereich durch Einsatz entsprechender Geräte (Aural Exciter) ausgenutzt.
Aber auch in der täglichen Praxis kennt man diesen Effekt. Ein kleines Küchenradio, obwohl mit minimalem Lautsprecher und Verstärker versehen, kann aufgrund seiner Verzerrungen einen ohrenbetäubenden Lärm machen (der effektive Schalldruck beträgt höchsten 90dB), während eine "große" Anlage locker die doppelte Lautstärke erzeugen kann, ohne daß sich ein Gefühl übertriebener Lautstärke einstellt.
2. Potentialdifferenzen zwischen den Geräten wirken sich u.a. in der Tieftonwiedergabe und Raumabbildung aus.
Schlecht minimierte Potentialdifferenzen (die richtige Netzsteckerpolarität jetzt einmal vorausgesetzt), wie sie z.B. durch in dieser Hinsicht ungeschickt konstruierte Steckdosenleisten auftreten können, wirken sich in einer übertriebenen Fülligkeit des Grundtonbereichs und schlechten Plastizität der Baßwiedergabe aus.
Eine in dieser Hinsicht optimierte Steckdosenleiste wie die TMR STL 7as mit ihrer zusätzlichen massiven Kupferschutzleiterschiene mit 12 mm² Querschnitt besticht hingegen durch eine entschlackte und präzise Tieftonwiedergabe bei gesteigerter Raumabbildung.
Wird diese Leiste in eine vorher perfekt homogen abgestimmte Kette integriert, kann auch hier eine Überkompensation in Form überschlanker Tieftonwiedergabe bzw. subjektiv gesteigertem Mittenhochtonanteils beobachtet werden.
Es muß hier jedoch nochmals ausdrücklich betont werden, daß ebenso wie bei Netzfiltern primär nicht die eingesetzte Steckdosenleiste den Klang verändert, sondern ausschließlich das Vorhandensein bzw. die Abwesenheit von elektrischen Störkomponenten das Audiosignal beeinflußt.
Netzkabel, Netzfilter und Steckdosenleisten sind rein passive Komponenten, deren einzige Funktion besteht, Netzstörungen zu filtern bzw. Potentialdifferenzen zu minimieren.
Sie selbst sind nicht in der Lage, irgendeine Veränderung des Audiosignals direkt (d.h. ohne An- oder Abwesenheit von Störkomponenten des Netzstroms) zu bewirken, wenn jeweils ein der Leistung entsprechender Leiterquerschnitt (min. 1.5 mm², besser 2.5 mm²) gewährleistet ist.
3. Der klangliche Einfluß von Kabelverbindungen zwischen den Geräten ist nicht nur bei sehr hochwertigen Anlagenkonfigurationen von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Bei einigen Anlagen findet man hier den Hauptanteil der Kompensationsmaßnahmen versammelt.
Oft wird nämlich auf den Einsatz eines eigentlich besser auflösenden Kabels zugunsten eines weniger auflösenden, aber dafür besser kompensierenden Kabels verzichtet.
Nach unseren Erfahrungen sind hochwertige Kabel oberhalb einer gewissen Qualitätsklasse nicht mehr für die Kompensation anderer Klangeinflüsse geeignet, da diese Kabel kaum noch frequenzmäßig "färben" (im Sinne von mehr oder weniger Baß, Mitten oder Hochtonanteil), sondern sich eigentlich mehr durch Plastizität, Selbstverständlichkeit, Authentizität und Neutralität der Klangwiedergabe auszeichnen und sich dann auch nur in diesen Bereichen nuancenweise voneinander abheben und unterscheiden. Das ist dann schon wirklich mehr persönliche Geschmacksache.
Viele renommierte Kabelhersteller weisen dann auch in ihren Unterlagen zurecht darauf hin, daß ihre Top-Kabel besser nur an extrem neutralen Ketten mit Gewinn zu betreiben sind. Dies können wir nur bestätigen.
Ein sehr gutes Kabel wird eine schlechte Anlage nicht wirklich verbessern, allerdings aus einer sehr guten Hifi-Anlage eine High-End-Anlage machen können.
Aber auch hier sollte man auf der Hut vor "Bluffern" sein, bei denen durch gezielte Inhomogenität, allerdings auf sehr hohem Niveau, eine Pseudo-Luftigkeit und -analytik vorgetäuscht wird. Natürlich ist dies alles auch Geschmacksache. Aber Homogenität ist ein zu wertvolles Gut, um sie vorsätzlich zu zerstören. Es ist sehr schwer, die Homogenität des Audiosignals bis zu einem bestimmten Teil der Wiedergabekette zu führen. Ist sie einmal irgendwo an einer Stelle zerstört, ist sie auf dem Originalniveau unwiderbringlich.
Bei "mittelmäßigen" Hifianlagen hingegen ist die richtige Wahl der Verbindungskabel von großer Bedeutung, da man gerade hier den unvermeidlich zu erwartenden Verfärbungen mit Hilfe geeigneter (mittelmäßiger) Kabel etwas entgegen treten kann. Hier sollte man wirklich alle innerhalb seines Preisbudget liegenden Kabel durchtesten.
Bleibt die Frage: Was sind "mittelmäßige" Kabel? Diese Frage muß jeder für sich selbst beantworten.
Für uns sind dies alle Kabel, die nach fünf Minuten Musik hören aufgrund zu großer Inhomogenität, Färbung und daraus resultierender Lästigkeit aus der Anlage fliegen ;-).
Allerdings sollte man jedem Kabel mindestens 24 Stunden Einspielzeit gönnen. Nach dieser Zeitspanne verschwindet meist ein Großteil der anfänglichen Lästigkeit und übrig bleibt in der Regel der wahre Charakter des Kabels. Selbstverständlich gibt es auch Kabel, die noch längere Einspielzeit brauchen, aber es bedarf da schon großer Hörerfahrung, um von der Charakteristik eines halbeingespielten Kabels auf den Gesamtcharakter zu schließen.
4. Bei einigen Geräten verändert sich die Klangcharakteristik in Richtung ruhiger, dumpfer bis hin zu langweiliger, wenn man die Gehäuse durch entsprechendes Dämpfungsmaterial wie Bitumenplatten oder einfache Beschwerung mechanisch "entdröhnt".
Dies ist ein Zeichen, daß bei der "Abstimmung" des Gerätes die negativen Einflüsse des klapprigen Gehäuses durch entsprechende Audiosignalbedämpfung oder zumindest spezielle Schaltungskonfiguration auskompensiert wurden.
Es wäre jetzt ein großer Fehler, diese zusätzliche bzw. nachträgliche mechanische Bedämpfung im Sinne einer ausgewogenen Klangcharakteristik (wie zuvor) wieder rückgängig zu machen. Die Gehäuseresonanzen haben keinerlei Bezug zum Audiosignal, sondern fügen ausschließlich disharmonische Störanteile infolge Induktion (Erzeugung von Spannung durch Bewegung eines stromdurchflossenen Leiters im Magnetfeld) zum Audiosignal hinzu und wirken zudem noch als Energiespeicher.
Man kann prinzipiell kein schwingendes Gehäuse "überdämpfen", wie manchmal unbedarfterweise zu hören ist. Ein Gehäuse soll im Idealfall überhaupt nicht schwingen.
Hifigeräte sind eben keine Musikinstrumente.
Eine mögliche Vorgehensweise im audiophilem Sinne wäre jetzt sogar die weitere mechanische Bedämpfung und Resonanzunterdrückung (u. U. sogar eine Gehäusebeschwerung durch z.B. hübsche Steinplatten), und zwar solange, bis keine weitere Klangveränderung mehr stattfindet und sich ein in dieser Hinsicht stabiler Zustand eingestellt hat.
Durch Wahl eines im Hochtonbereich besser auflösenden Verbindungskabel, Verstärker oder Lautsprecherbox kann jetzt wieder die Homogenität, allerdings auf einem höheren Qualitätslevel, hergestellt werden.
Highend und audiophil (2002)
Beide Begriffe werden in Zusammenhang mit hochwertiger Musikwiedergabe oft in einem Atemzug genannt, sind allerdings nur in einigen Bereichen deckungsgleich.
Daher hier mal unsere Definition:
"Highend" ist in unserem Zusammenhang die Bezeichnung für eine Vorgehensweise bei der Geräteentwicklung, nämlich ohne Rücksicht auf Kosten und Marktabsatzchancen das Produkt auf einen nach derzeitigem Wissen und technologischen Möglichkeiten (die aber durchaus individuell verschieden sein können) zum Zeitpunkt X nicht weiter steigerbaren Stand zu bringen. Hauptkriterium ist dabei die Integrität des Audiosignals, d.h. alle Anstrengungen konzentrieren sich auf minimale Veränderung und optimale Arbeitsumgebung für die Weiterleitung des Signals.
Aus vielerlei Gründen ist hierzu meistens ein erhöhter Bauteilaufwand nötig, der wiederum meistens auch mit höherer Masse verbunden ist und daher nach einem stabilerem Gehäuse verlangt.
Auch die zur stabilen Funktion nötige Wärmeabfuhr verlangt nach größeren Massen (= Kühlkörper, da Ventilatoren im Heimbereich aufgrund ihrer nicht allzu langen Lebensdauer und vor allen Dingen Geräuschentwicklung nicht akzeptabel sind).
Gewichtsmäßig und aufgrund geringer Stückzahl, erhöhtem Entwicklungsaufwand, erhöhtem Aufwand für Transport und Verpackung auch preismäßig bewegen sich Highend-Geräte zum Teil in atemberaubenden Regionen.
In vielen Fällen sind daher "echte" Highend-Geräte nicht primär zum Verkauf gedacht, sondern eher als Machbarkeitsstudien zu betrachten. Früher wurde sowas dann "State of the Art" (SOTA) genannt. Wer will, kann natürlich solche exklusiven Geräte auch kaufen.
Bei entsprechenden Nachfragen können solche Geräte auch in die Serienproduktion gehen; dadurch verringert sich natürlich auch der Einzelstückpreis.
Eine genauere Betrachtung fördert allerdings Unterschiedliches zu Tage. Es liegt in der Natur der Sache, daß unterschiedliche Anforderungen an die Geräte unterschiedliche Lösungen hervorbringen. Eine SOTA-Lösung für einen kleinen Raum sieht anders aus als eine für eine große Halle. Die Vorgabebedingungen steuern also das Ergebnis.
Bei einer Lautsprecherbox sind z.B. Belastbarkeit, maximaler Schalldruck, Abstrahlverhalten, Frequenzgang und Einschwingverhalten nicht beliebig steuerbar, sondern bedingen sich oder schließen sich gegenseitig in vielerlei Variationen aus. Ähnlich sieht es beim Verstärker aus.
SOTA-Lösungen für kleine Räume z. B. verringern die Anforderungen an Leistungsabgabe, -aufnahme, maximalen Schalldruck usw. und damit auch den nötigen Aufwand (und Preis). Daher sind viele auf dem Markt befindliche "Highend"-Geräte nicht miteinander vergleichbar und deren Qualität auch nicht in beliebigen Umgebungen demonstrierbar. So leiden dann viele Vorführungen an falschen Umgebungsbedingungen und tragen in der Öffentlichkeit zu einem zwiespältigem Bild des Begriffes "Highend" in Zusammenhang mit Hifi bei.
"Audiophil" ist eigentlich nur die (aus dem englischsprachigem Raum, audiophile bedeutet dort schlicht "Hifi-Fan", übernommene) Bezeichnung für jemanden, der es liebt, akustische Eindrücke für sich selbst in Wohlbefinden umzusetzen. Oder anders ausgedrückt: ein Audiophiler ist jemand, der es liebt, Musik in möglichst originalgetreuer Wiedergabe unter besonderer Berücksichtigung der dabei bei ihm erzeugten positiven Emotionen zu erleben.
Die Spezies, die zusätzlich noch (oder manchmal ausschließlich) auf bestimmte optische Reize wie poliertes Messing, blinkenden Chrom oder funkelndes Acrylglas reagiert, soll jetzt mal ausgeklammert bleiben, obwohl diese z.B. bei optisch orientierten Medien wie Zeitung, Fernsehen oder Internet hauptsächlich (und problemlos) angesprochen werden können.
Kennzeichnend für den Audiophilen ist, daß er - immer auf der Suche nach dem letzten Kick - auch bereit ist, viel Zeit, Geld und anderen Aufwand in Kauf zu nehmen, um das Ergebnis zu steigern, bzw. "auf den Punkt zu bringen". Für einen Außenstehenden scheint das manchmal groteske und kaum nachzuvollziehende Züge anzunehmen.
Aufgrund vieler selbst für Fachleute (für einen Laien schon garnicht) kaum zu durchschauenden Interaktionen zwischen Hörraum, Geräten, Stromversorgung und Quellenmaterial ist ein Audiophiler im wesentlichen auf Optimierungen nach der "Try and Error"-Methode angewiesen, die allerdings auch schon vielerorts zu ganz beachtlichen Ergebnissen geführt hat, welche dann auch folgerichtig in die Geräteentwicklung selbst von Großkonzernen eingeflossen sind.
Vieles, was ein audiophiler Hörer ausprobiert und installiert, entzieht sich für einen Außenstehenden zunächst einer rationalen Erklärung und gerät schnell in den "Voodoo"-Geruch. Allerdings wurden naturwissenschaftliche Phänomene, die für schlichte Gemüter (wobei Nichtwissen zunächst kein Makel ist) nicht aus ihrer Sichtweise erklärbar waren, schon immer für Zauberei bzw. göttliches Tun erklärt. Das ist normal und menschlich, da es augenscheinlich für viele Menschen schwierig ist, mit Lücken in ihrem Weltbild leben zu können.
Im allgemeinen wird der Audiophile auf der Suche nach geeigneten Geräten im "Highend"-Bereich fündig, wenn es seine finanziellen Möglichkeiten zulassen und vor allen Dingen geeignete Angebote aus diesem Bereich vorliegen. Hier ist also der gemeinsame Schnittpunkt beider Begriffe zu finden. Das wars dann aber auch schon.
Auf der Suche nach Steigerung seines persönlichem Wohlbefindens durch akustische Reize betritt der Audiophile auch schon mal, von höherer Warte gesehen, Sackgassen und kleine finstere Hinterhöfe, wenn er entweder mangels Angebot oder Kapitals auf der Hauptstraße nicht gleich fündig wird. Natürlich muß er hier ein paar Widrigkeiten in Kauf nehmen, aber das tut er gerne, wenn es ihn persönlich weiterbringt.
Röhrenverstärker, Vollbereichs-Breitbandlautsprecher und Vinyl-Schallplattenspieler haben trotz gravierender Nachteile und technischen Mängel einige Vorzüge, die modernere Konstruktionen (noch) nicht aufweisen. Deren Hörer geben einigen Aspekten der Klangwiedergabe einfach nur eine andere Priorität.
Bei allen Verfärbungen und anderen technischen Einschränkungen sind o.a. Gerätschaften, jeweils eine qualitativ hochwertige Ausführung vorausgesetzt, in der Lage, Homogenität und Spontanität eines Musikereignisses manchmal authentischer "rüber zu bringen", als das mit vielen "üblichen" Geräten anscheinend derzeit noch möglich ist. Dafür gibt es einige durchaus handfeste technische Begründungen.
Allerdings geht die Entwicklung natürlich weiter und viele Kontroversen, die früher zweifellos akut waren, sind heute fast bedeutungslos.
Man denke nur an die Diskussion "Röhre vs. Transistor", die früher durchaus ihre Berechtigung hatte, da Transistorverstärker aus audiophiler Sicht damals (bis Anfang der achtziger Jahre) von ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, nicht zum Anhören waren. Diese Zeiten sind allerdings seit einigen Jahren zum Glück vorbei.
Es ist völlig legitim, die Prioritäten für bestimmte Klangaspekte individuell zu vergeben; gefährlich wird es erst, wenn daraus Dogmen oder Unduldsamkeiten gegenüber anders Empfindenden entstehen.
Den Audiophilen selbst kann man theoretisch noch in mindestens zwei Unterkategorien einteilen, den Dynamiker und den Statiker.
Letzter zeichnet sich dadurch aus, daß er seine Anlage endergebnisorientiert zusammenstellt. Er will sozusagen das akustische "Paradies auf Erden", und zwar hier und sofort. Da die technischen Möglichkeiten dies derzeit allerdings noch nicht zulassen, nimmt er Verfärbungen in Kauf, wenn sie nur "euphonisch" sind. Er hat bestimmte Vorstellungen von "seinem" Klangideal und arbeitet bei der Wahl der Komponenten darauf hin. Ob der resultierende Klang mit der Quelle übereinstimmt, ist ihm egal, Hauptsache, der Klang gefällt ihm. Daß Frequenzgang, maximale Feinzeichnung, Definition und Raumdarstellung etwas auf der Strecke bleiben, nimmt er in Kauf.
Der Dynamiker hingegen ist sich der Grenzen seiner Komponenten und des Quellmaterials bewußt und kann damit leben. Er weiß, daß der Urprung des Klangs im "Quell"-Material liegt und versucht alles, um dieses so unverfälscht wie möglich zu übertragen. Sein Ideal ist Neutralität und der Weg dorthin das Ziel. Sämtliche erkennbaren Verfärbungen und vermeidbaren Veränderungen des Originalssignals sind ihm ein Greuel und Quelle der Unzufriedenheit. Deren Beseitigung kostet ihn viel Geld.
Manchmal beneidet er den "Statiker" um seine Selbstzufriedenheit, tröstet sich aber mit dem Gedanken, daß noch viele Entdeckungen und Überraschungen auf ihn warten, auf die der "Statiker" niemals hoffen darf.
Der reale Audiophile besteht meistens aus einer diffusen Mischung beider Charaktere.
Frequenzen musikalischer Töne (2002)
# |
Hz |
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Hz |
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Hz |
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Hz |
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Hz |
# |
Hz |
# |
Hz |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| C2 | 16.35 | C1 | 32.70 | C | 65.41 | c | 130.81 | c1 | 261.63 | c2 | 523.25 | c3 | 1046.51 |
| D2 | 18.35 | D1 | 36.71 | D | 73.41 | d | 146.83 | d1 | 293.67 | d2 | 587.33 | d3 | 1174.67 |
| E2 | 20.60 | E1 | 41.20 | E | 82.41 | e | 164.81 | e1 | 329.63 | e2 | 659.26 | e3 | 1318.52 |
| F2 | 21.83 | F1 | 43.65 | F | 87.31 | f | 174.61 | f1 | 349.23 | f2 | 698.46 | f3 | 1396.92 |
| G2 | 24.50 | G1 | 49.00 | G | 98.00 | g | 196.00 | g1 | 392.00 | g2 | 783.99 | g3 | 1567.99 |
| A2 | 27.50 | A1 | 55.00 | A | 110.00 | a | 220.00 | a1 | 440.00 | a2 | 880.00 | a3 | 1760.00 |
| H2 | 30.87 | H1 | 61.74 | H | 123.47 | h | 246.94 | h1 | 493.89 | h2 | 987.77 | h3 | 1975.54 |
# |
Hz |
# |
Hz |
# |
Hz |
|---|---|---|---|---|---|
| c4 | 2093.02 | c5 | 4186.03 | c6 | 8372.061 |
| d4 | 2349.33 | d5 | 4698.66 | d6 | 9397.32 |
| e4 | 2637.03 | e5 | 5274.07 | e6 | 10548.13 |
| f4 | 1396.92 | f5 | 5587.68 | f6 | 11175.36 |
| g4 | 3135.98 | g5 | 6271.97 | g6 | 12543.93 |
| a4 | 3520.00 | a5 | 7040.00 | a6 | 14080.00 |
| h4 | 3951.09 | h5 | 7902.18 | h6 | 15804.36 |
Digital vs. Analog (2001)
Bei vielen Musikliebhabern wird obiges Thema noch immer kontrovers diskutiert.
Dazu besteht aus unserer Sicht allerdings kein Anlaß.
Vom derzeitigen technischen Standpunkt aus ist diese Frage längst zugunsten der digitalen Aufzeichnung entschieden. Es gibt derzeit kein Kriterium, in denen die Vinylschallplatte der CD technisch überlegen wäre.
In fast allen Belangen ist die CD prinzipiell der Schallplatte bei weitem technisch überlegen.
Allerdings muß auf CD-Player-Seite ein gewisser Aufwand betrieben werden, damit diese Vorteile auch zum Tragen kommen (nebenbei: uns ist derzeit kein CD-Player unter VK EUR 1500,- bekannt, der einigermaßen neutral arbeiten würde).
Trotzdem sind die möglichen Fehlerquellen sowie Einflußnahmemöglichkeiten seitens des Hörers bei CD-Wiedergabe immer noch geringer als bei Vinyl-Platten-Wiedergabe.
ABER: Gerade das ist anscheinend das Problem bzw. der Grund für die Beliebtheit analoger Schallplattenwiedergabe.
Zunächst darf allerdings nicht übersehen werden, daß sich die Musikwiedergabe mittels Vinylschallplatten sich derzeit auf dem Höhe- aber auch Endpunkt ihrer technischen Entwicklung befindet. Generationen von Tontechnikern und Abspielgeräteentwickler konnten auf Erfahrungen ihrer jeweiligen Vorgänger aufbauen und Aufnahme- und Wiedergabetechnik auf ein Höchstmaß optimieren.
Dazu gehörte auch das Wissen um die speziellen Eigenheiten der mechanischen Aufzeichnung und Abtastung, die gleich bei der Wahl der Aufnahmeparameter mit berücksichtigt wurden.
Der Frequenzgang und die Amplitude werden z.B. vorverzerrt, um bestimmte Eigenarten zu kompensieren.
Jeder Tontechniker hatte da vermutlich seine eigenen Rezepte zur Erzielung des guten Tons, die dann auch aus gutem Grund "Betriebsgeheimnis" blieben.
Zum Problem konnten allerdings diese "Geheimnisse" werden, wenn Jahre später die Toninhalte auf ein anderes Medium wie z.B. die CD übertragen werden sollten. Einige Einstellungen, die eigentlich nur Defizite der mechanischen Signalwandlung ausgleichen sollten, wurden anscheinend kritiklos im Sinne einer korrekten 1:1-Überspielung oder einfach aus Nichtwissen übernommen.
Welchen Spielraum die Tontechniker wirklich haben, stellt sich eigentlich erst jetzt heraus, da immer mehr erneut remasterte CDs von früheren Aufnahmen auf dem Markt erscheinen, die ihre bereits erschienenen Vorgänger-CDs fast unerträglich scheinen lassen.
Ein fairer direkter Vergleich Vinyl-Schallplatte vs. CD ist daher fast kaum möglich.
Ein anderes, aber vergleichbares Problem ist die digitale "Nachbearbeitung" von analogen Quellen. Um z.B. den Rauschpegel einer älteren Aufnahme auf einer moderen Anlage mit fast unhörbarem Eigenrauschpegel herabzusetzen, werden unterschiedliche Algorithmen zur Rauschunterdrückung auf digitaler Seite benutzt, die natürlich mehr oder weniger auch den Oberwellengehalt des Nutzsignals beeinflussen. Die Aufnahmen klingen dann z.T. dumpf, undynamisch und weniger räumlich.
Ein ganz wichtiges Problem liegt allerdings auch auf der historischen Entwicklung der Aufnahmeseite.
Vergleicht man (nicht nur) Klassik-Aufnahmen von vor 1975 mit denen nach 1980, so kommt man nicht umhin festzustellen, daß hier im Laufe der Zeit anscheinend eine Degeneration der Aufnahmetechnik (hierbei sind nicht nur Geräte, sondern mehr das KnowHow der Aufnahmetechniker gemeint) stattgefunden hat, die vielleicht nur indirekt mit dem Aufnahmemedium CD zutun hat.
Man vergleiche z.B. hierzu nur die DECCA-Legends-Serie auf CD, die an Dynamik, Natürlichkeit und Durchhörbarkeitt fast alles später Aufgenommene bei weitem übertrifft.
Eine fast unbegrenzte Manipulierbarkeit des Signals hat also nicht nur Vorteile. Aber vielleicht hängt das auch einfach nur mit der handwerklichen Einstellung der Tontechniker damals und heute zusammen. Nur bei kleinen Nischenlabels findet man derzeit eine Aufnahmetechnik, die ihre Bezeichnung auch verdient. Als Analogie fallen einem in diesem Zusammenhang sofort große Fastfoodketten im Gegensatz zu Spezialitätenrestaurants ein.
Als nächster Punkt wären die technischen Eigenschaften der Wiedergabegeräte auf Anwenderseite (CD-Player, DA-Wandler) zu nennen. Ganz im Gegensatz zur Euphorie bei der Einführung der CD gibt auch heute keine perfekten Abspielgeräte. Die klanglichen Unterschiede verschiedener CD-Player sind beträchtlich, ebenso natürlich die der DA-Wandler.
Ebensowenig, wie es den Plattenspieler nicht gibt, gibt es auch nicht den CD-Player.
Wie überall kommt es auch hier nicht auf das Prinzip, sondern auf die Ausführung an.
Einer der Hauptgründe für die ungebrochen anhaltende Beliebtheit analoger Abspielgeräte (wenn man von nostalgischen, spielerisch-hobbymäßigen oder plattensammlungstechnischen Gründen mal absieht) ist jedoch vermutlich die bessere Integrierbarkeit in bestehende Abhörverhältnisse aufgrund größerer Freiheitsgrade bei der Zusammenstellung der Anlage.
Einen CD-Player stellt man hin, sorgt für ungestörten Standort - fertig.
Bei einem Vinyl-Plattenspieler hat man Laufwerk, Tonarm, Tonabnehmersystem und Entzerrervorverstärker. Jede einzelne aufgezählte Komponente besitzt einen eigenen Charakter, mit Hilfe dessen sich Defizite an anderer Stelle ausgleichen lassen. Zum Glück sind die meisten "Charaktereigenschaften" (sprich: technischen Defizite) euphonisch.
Man hat also mehr Möglichkeiten zur Kompensation und individuellen Geschmacksabstimmung. Ob das wirklich immer ein Vorteil ist, soll jetzt mal dahingestellt bleiben.
Unsere Meinung hierzu ist klar.
Die optimale Abhörlautsstärke
Die real erzielbare optimale Abhörlautstärke hängt zunächst natürlich von den örtlichen und technischen Gegebenheiten ab und wird daher in der Praxis nicht überall zu verwirklichen sein. Zum einen muß in der Regel Rücksicht auf Nachbarn und Familienmitglieder genommen werden, zum andern sollte auch die Kombination Lautsprecherboxen-Verstärker technisch in der Lage sein, einen ausreichenden Schalldruck verzerrungsfrei zu erzeugen.
Lautsprecherboxen mit hohen Wirkungsgrad sind hier sehr nützlich, da hier jedes erzielte dB Schalldruck reichlich Verstärkerleistung ersetzt. Ist man auf Lautsprecherboxen mit sehr niedrigem Wirkungsgrad (< 84 dB/W/m) angewiesen, wird man vermutlich eine optimale Abhörlautstärke nur selten erzielen können, da die Belastbarkeit der Lautsprecherchassis einer nötigen Erhöhung der Verstärkerleistung eine schnelle Grenze zieht.
Wegen der lautstärkeabhängigen unterschiedlichen Tonempfindung des Gehörs bedingen nämlich unterschiedliche Abhörlautstärken unterschiedliche Frequenzbalancen.
Das beginnt mit der Abmischung im Tonstudio und endet im Wohnzimmer des Endverbrauchers. Stellt man im Tonstudio eine Abmischung bei großer Lautstärke ein, so wird man bei geringerer Lautstärke weniger Bässe und Höhen hören. Mischt man man umgekehrt bei niedriger Lautstärke ab, werden dann bei großer Lautstärke Bässe und Höhen überbetont sein.
Wenn man die Kurven gleicher Lautstärke betrachtet, so kann man aus dem Verlauf der Kurven folgern, daß bei einem Abhörschalldruckpegel von etwa 85 dB die Veränderungen im empfundenen Frequenzspektrum relativ am geringsten sind, wenn der Abhörpegel erhöht oder erniedrigt wird. Die Abweichungen in einem Bereich von 60...90 dB Abhörlautstärke betragen dann maximal 5 dB. Auch der durchschnittliche Abhörpegel im Wohnraum liegt bei rund 75...85 dB, so ein Studioabmischpegel von ca. 85 dB für die meisten Endverbraucher ideal wäre.
In der Praxis sieht es natürlich wie immer anders aus.
Blues, Rock und Metal z.B. werden in der Regel bei sehr viel höheren Schallpegeln abgemischt (entsprechend der Natur der Musik), so daß sich nachher im Wohnzimmer zuhause auch erst bei höheren Abhörpegeln ein halbwegs authentischer Klangeindruck einstellt, neutrale Lautsprecherboxen vorausgesetzt.
Bei Lautsprechern mit eingebauter Vorverzerrung (= ungleichmäßiger Frequenzgang mit angehobenen Tiefen und Höhen) stellt sich u.U. ein zufriedenstellender Klangeindruck natürlich schon bei geringerer Lautstärke ein; allerdings klingen dann diese Lautsprecher bei gleicher Lautstärke verfärbt, wenn Aufnahmen abgehört werden, die bei geringerer Lautstärke abgemischt worden sind (z.B. Klassik).
Ein anderes Problem ist das sog. Near-Field-Monitoring im Studio.
Darunter versteht man eine Abhörsituation mit einem relativ geringen Abstand zu den Lautsprechern. Near-Field-Monitore werden normalerweise direkt auf der Meter-Brücke des Mischpults platziert, der Abstand beträgt also etwa 1m.
Für das Near-Field-Monitoring werden zwei Gründe angeführt:
Zum einen werden als Lautsprecher meisten durchschnittliche Hifi-Lautsprecher (z.B. Yamaha NS-10) verwendet, die denen des Konsumenten ähnlich sein sollen.
Zum anderen soll durch den geringen Abstand zwischen Hörer und Lautsprecher der Einfluss des Raumes auf das Klangbild reduziert werden.
In Wirklichkeit soll vermutlich nur der Werbeeffekt beim "Airplay" (Radio, TV) vergrößert werden. Eine diesbezügliche Abmischung mit erhöhter Dynamikkompression und Frequenzgang-Vorverzerrung für Billigboxen klingt über diese Medien einfach zielgruppenorientierter und ist daher verkaufsfördender.
Über eine gute Anlage abgehört klingen diese Aufnahmen allerdings kaum erträglich.
Wie man sieht, gibt es keine allgemein gültigen Regeln, sondern die optimale Abhörlautstärke muß nach dem "try-and-error"-Verfahren für jede Aufnahme individuell vom Hörer eingestellt werden, da man ja nie weiß, mit welchen Monitoren und bei welcher Lautstärke die Aufnahme abgemischt woden ist.
Wenn also mal beim Musikhören das Bedürfnis nach Lauter- oder Leiser-Machen aufkommt, muß das nicht unbedingt mit der Qualität der Wiedergabeanlage zutun haben.
Nicht unerwähnt bleiben sollten in diesem Zusammenhang auch die Grenzen, die zu hohe oder zu niedrige Nachhallzeiten im Abhörraum setzen. Kaum ein Normalhörer verfügt über einen in dieser Hinsicht optimierten Hörraum, so daß hier viele Räume schon vor dem Erreichen der optimalen Abhörlautstärke "dicht" machen.